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Hochschule München: Gemeinsam Hoffnung schaffen

AidMax erkennt, ob die nutzende Person traurig oder verzweifelt ist und reagiert verständnisvoll und beruhigend auf Augenhöhe (Foto: Louis Dickhaut)

Wir freuen uns sehr, dass die Hochschule München über AidMax und unsere Vision berichtet hat. Junge Menschen sollen in schwierigen Momenten eine Möglichkeit haben, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken und möglichst schnell passende Unterstützung zu erhalten.

Unter dem Titel „Reden rettet Leben“ stellt die Hochschule München AidMax als KI gestützten Chatbot vor, der jungen Menschen anonym, niedrigschwellig und rund um die Uhr eine erste Unterstützung in psychischen Krisensituationen bieten soll. Für uns ist dieser Beitrag etwas ganz Besonderes, denn die Hochschule München ist eng mit der Entstehung und Weiterentwicklung von AidMax verbunden.

Von einer Masterarbeit an der Hochschule München zu AidMax

Die Geschichte von AidMax an der Hochschule München begann lange bevor daraus ein größeres soziales Projekt wurde. Die ursprüngliche Idee entstand aus persönlichen Erfahrungen mit Einsamkeit und insbesondere aus dem Verlust einer Jugendlichen im persönlichen Umfeld durch Suizid.

Daraus entwickelte sich eine Frage, die bis heute im Mittelpunkt unserer Arbeit steht: Wie kann Unterstützung auch dann erreichbar sein, wenn gerade niemand zum Reden da ist?

Im Rahmen einer Masterarbeit an der Fakultät für Informatik und Mathematik der Hochschule München wurde aus dieser Frage ein erster wissenschaftlicher und technischer Ansatz. Ziel war es, künstliche Intelligenz nicht einfach als Informationssystem einzusetzen, sondern einen digitalen Gesprächspartner zu entwickeln, der zuhört, empathisch reagiert und Menschen dazu ermutigt, ihre Gefühle auszudrücken.

Aus dieser Masterarbeit entwickelte sich Schritt für Schritt das heutige AidMax Projekt.

Zuhören, wenn gerade niemand da ist

Ein wichtiger Aspekt im Artikel der Hochschule München ist die Niedrigschwelligkeit des Angebots. Junge Menschen sollen ihre Gedanken teilen können und unmittelbar eine Reaktion erhalten. In die Entwicklung fließen dabei Erkenntnisse aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und praktischen Perspektiven ein.

Genau diese Verbindung ist für AidMax entscheidend. Künstliche Intelligenz allein reicht für ein so sensibles Einsatzgebiet nicht aus. Technologie muss gemeinsam mit psychologischem Wissen, ethischen Anforderungen, Datenschutz und vor allem den tatsächlichen Bedürfnissen junger Menschen gedacht werden.

Deshalb verstehen wir AidMax ausdrücklich nicht als Ersatz für Psychologinnen, Psychologen oder andere professionelle Hilfsangebote. Vielmehr möchten wir eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, die möglichst früh erreichbar ist und Menschen bei Bedarf den Weg zu professioneller Unterstützung erleichtert.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Ansatzes ist auch der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Informationen. Mehr darüber erklären wir auf unserer Seite zur Anonymität und Privatsphäre bei AidMax.

Aus der Masterarbeit wird eine Promotion

Was als Masterarbeit begann, wird inzwischen wissenschaftlich weitergeführt. Im Rahmen einer Promotion am Promotionszentrum Angewandte Informatik der Hochschule München in Kooperation mit der OTH Regensburg wird die technologische und wissenschaftliche Grundlage von AidMax weiterentwickelt.

Eine wichtige Fragestellung ist dabei, welche zusätzlichen Informationen beispielsweise die Stimme eines Menschen vermitteln kann. Perspektivisch soll AidMax dadurch noch besser auf die individuelle Situation eines Menschen eingehen können. Parallel dazu wird an weiteren Funktionen gearbeitet, die den Zugang zu AidMax verbessern und eine individuellere Unterstützung ermöglichen sollen.

Die wissenschaftliche Evaluation bleibt dabei ein zentraler Bestandteil der Entwicklung. Die Promotion wird von Prof. Dr. Markus Endres betreut. Neue Ansätze sollen nicht einfach implementiert, sondern wissenschaftlich untersucht und gemeinsam mit relevanter Expertise weiterentwickelt werden.

Wissenschaft und Entrepreneurship gemeinsam denken

The Hochschule München unterstützt AidMax jedoch nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene. Eine weitere wichtige Verbindung besteht über das Strascheg Center for Entrepreneurship.

Das SCE schafft ein Umfeld, in dem aus Ideen konkrete Projekte und nachhaltige Innovationen entstehen können. Für AidMax ist diese Verbindung besonders wertvoll, denn unser Ziel besteht nicht nur darin, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Die Forschung soll langfristig auch dort ankommen, wo sie einen gesellschaftlichen Nutzen schaffen kann.

Auch der Precelerator des Strascheg Center for Entrepreneurship hat uns bereits Möglichkeiten gegeben, kreativ zu arbeiten, neue Ideen praktisch umzusetzen und uns mit anderen engagierten Menschen auszutauschen.

Diese Verbindung aus wissenschaftlicher Forschung, Entrepreneurship, Psychologie, Technologie und sozialem Engagement ist für die weitere Entwicklung von AidMax besonders wichtig.

Ein großes Dankeschön an die Hochschule München

Dass die Hochschule München AidMax nun auch in ihrem offiziellen Newsbereich ausführlich vorstellt, bedeutet uns sehr viel. Der Beitrag macht sichtbar, wie aus einer wissenschaftlichen Idee über mehrere Entwicklungsschritte ein wachsendes gemeinnütziges Projekt entstehen kann.

Unser besonderer Dank gilt Heidi Bundschus, die sich die Zeit genommen hat, unsere Geschichte, unsere persönliche Motivation und unsere weitere Forschung kennenzulernen und daraus den Artikel „Reden rettet Leben“ zu verfassen.

Genauso möchten wir uns bei Prof. Dr. Markus Endres für die wissenschaftliche Betreuung und Begleitung bedanken. Unser Dank gilt außerdem den vielen Menschen an der Hochschule München und am Strascheg Center for Entrepreneurship, die AidMax auf seinem bisherigen Weg unterstützt, begleitet und immer wieder neue Möglichkeiten eröffnet haben.

Diese Unterstützung zeigt uns, wie wichtig ein Umfeld ist, in dem Forschung, gesellschaftliche Verantwortung und neue Technologien gemeinsam gedacht werden.

Die Zukunft von AidMax an der Hochschule München

Die nächsten Schritte sind bereits Teil unserer Arbeit. AidMax soll wissenschaftlich weiter evaluiert, technisch verbessert und langfristig für mehr junge Menschen zugänglich gemacht werden. Personalisierte Unterstützung, neue Formen der Interaktion und die wissenschaftliche Untersuchung der Kommunikation zwischen Mensch und künstlicher Intelligenz sind dabei wichtige Bestandteile der weiteren Entwicklung.

Langfristig reicht unsere Vision noch weiter. AidMax soll nicht nur in München helfen, sondern perspektivisch auch über regionale und nationale Grenzen hinaus jungen Menschen einen möglichst einfachen Zugang zu Unterstützung ermöglichen.

Was als Masterarbeit an der Hochschule München begann, entwickelt sich damit immer weiter zu einem interdisziplinären Projekt aus Forschung, Technologie, Psychologie, Entrepreneurship und sozialem Engagement.

Und trotz aller technischen Entwicklung bleibt der Gedanke hinter AidMax erstaunlich einfach: Kein Mensch sollte sich in einer psychischen Krise allein fühlen müssen.

Danke an die Hochschule München, das Strascheg Center for Entrepreneurship, unsere wissenschaftlichen und psychologischen Unterstützerinnen und Unterstützer und natürlich an alle Menschen, die gemeinsam mit uns daran arbeiten, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen. 💚

Wer mehr über unsere Arbeit erfahren möchte, findet weitere Informationen direkt bei AidMax sowie im vollständigen Beitrag „Reden rettet Leben“ der Hochschule München.

Korbinian Zacherl möchte mit AidMax jungen Menschen Mut machen, über ihre Gefühle zu sprechen (Foto: Louis Dickhaut)